Lily erzählt viele Geschichten.
Sie lügt oft.
Wenn sie die Hausaufgaben vergisst, sagt sie, ihr Hund hat sie gefressen.
Wenn sie keine Aufgabe macht, sagt sie, sie ist krank.
Ihre Freunde mögen ihre Geschichten.
Lily mag die Aufmerksamkeit.
In der Schule lügt Lily mehr.
Sie sagt, sie war in Paris, aber das ist nicht wahr.
Sie sagt, ihr Onkel ist ein berühmter Regisseur.
Sie sagt, sie lernt tanzen.
Die Leute glauben ihr.
Eines Tages gibt es eine Talentshow in der Schule.
Ihre Freunde wollen, dass sie tanzt.
„Du kannst gut tanzen, oder?“ fragen sie.
Lily hat Angst.
„Mein Fuß tut weh,“ sagt sie.
Aber ihre Freundin Hannah sagt: „Gestern warst du im Sportunterricht okay.“
Die Leute sprechen über Lily.
Sie glauben ihr nicht mehr.
Sie stellen viele Fragen.
Ist ihre Mutter wirklich Anwältin?
Hat sie wirklich einen Promi getroffen?
Hanna fragt Lily: „Warum lügst du? Wir sind beste Freunde.“
Lily ist traurig.
Sie hat keine Antwort.
Am Abend schaut sie in den Spiegel.
Sie fragt sich: „Wer bin ich ohne Lügen?“
Am nächsten Tag sagt Lily die Wahrheit.
„Ich habe gelogen,“ sagt sie. „Ich wollte besonders sein. Aber ich will nicht mehr lügen.“
Einige sind böse.
Einige lachen.
Aber Hannah lächelt ein bisschen.
Lily will besser sein.
Sie sagt die Wahrheit.
Es ist nicht einfach.
Aber die Leute mögen die echte Lily.
Sie ist lustig und nett.
Lily ist glücklich.
Sie braucht keine Lügen mehr.